Selbstbau
Der "Kugelson", ein 12"-Kugeldobson aus Faserverbundwerkstoffen
"Die Ereignisse überschlagen sich", 25/26.12.2004
Wieder in der Eifel.
Ich habe die beiden Halbkugeln, den Kragen, die GfK-Form und die Gewindestange mit der
Diamantscheibe mitgebracht.
Inzwischen diskutieren wir über die Spiegelzelle und das geplante Lüftungssystem.
Bei der Spiegelzelle wollen wir bewusst etwas Neues ausprobieren.
Wenn man ewig und immer nur 9-, 18- und 27- und weiß der Henker wie viel Punkt-Lagerungen baut,
kommt nichts Neues
dabei heraus, das ist einfach so.
Daher bauen wir eine Spiegelzelle, die den Spiegel auf Leisten lagern. Diese Leisten werden
sternförmig auf dem Grund-
träger angebracht und ermöglichen ein störungsfreies Ansaugen der Kühlluft.
Die Leisten werden mit Filz beklebt, um kleine Unebenheiten auszugleichen. Der Spiegel schwimmt
praktisch auf den
Leisten und wir seitlich an drei Punkten gegen das Herausfallen gesichert. Auch beim Lüftungssystem wollen wir unkonventionelle Wege gehen.
Es soll ein Torus in Höhe der Spiegeloberfläche um den Spiegel gelegt werden, der 14mm große
Bohrungen auf der Innenseite
trägt. An der Aussenseite des Torus sitzen 3 Lüfter á 45mm Durchmesser, die Luft hindurchziehen
und durch Öffnungen an der Kugelaussenseite abblasen.
Dadurch wird die Warm/Kalt-Trennschicht über dem Spiegel abgesaugt.
Nach einigen gemeinsamen Arbeiten am neuen 16-Zöller von Richard drehen wir die Gewindestange so ab, dass sie nur noch 9,7mm Durchmesser und somit in ein 10er-Bohrfutter passt, welches sich an Marcus´ Ständerbohrmaschine befindet.

Die einsatzbereite Diamantscheibe
Um 22.30h erfolgte eine Erklärung unserer Aktionen für Freunde der Familie, wo und wir die Kugel dann später kappen wollten.
10 Minuten später hatte mich Richard dann so weit, die Kugel freihändig zu kappen, und zwar hier und jetzt.
Das wären zwei Wochen vor dem Zeitplan...
Also ließ ich mich überreden, was Schlimmeres, als die Kugel neu laminieren zu müssen, konnte ja nicht passieren.
Zum Anzeichnen wurde die Kugel auf eine ebene Unterlage gelegt.
Mit Heisskleber brachten wir einen Edding-Sift an einer Konservenbüchse in der richtigen Höhe an.

Die Kugel auf dem Tisch, noch ist nichts passiert.
Dir Kugel wurde angezeichnet, und zwar zweimal, weil wir beim ersten Mal die Materialstärke der Kugel nicht berücksichtigt hatten.

Der untere Strich ist derjenige welcher....
23:11h, Richard setzt die Diamantscheibe an.
Wegen des Glasstaubes habe ich ihm die Ärmel zugeklebt.

Es geht los...
Mit einem Kreischen, was ich vom Abtrennen der Ränder her nur zu gut kannte, wurde getrennt.
Die Kugel lädt sich durch die Reibung elektrisch auf, der Staub haftet überall.
Es stellte sich heraus, dass der Schnitt gelungen war. Die messerscharfen Ränder habe ich sofort beigeschliffen.

Ab!
Nun die Frage: Passt sie denn in den Ring....?

Sie passt, und zwar saugend!

Nahtlos passt die Kugel in den Kragen...

Der Oberteil des Kugelson, noch etwas verstaubt.
Nun war fast 00.30h, und ich machte mich auf den Weg nach Hause.
Als nächstes kommt wohl der Bau der Spiegelzelle, und parallel dazu der Kauf eines 12er-Spiegelsets.