Selbstbau
Der "Kugelson", ein 10"/12" Kugeldobson aus Faserverbundwerkstoffen
Formenbau, 6. November 2004
Es ist soweit: Wir fangen an.
Es geht zuerst an das Erstellen der Form. Hierzu soll die Kugel auf eine geeignete Unterlage montiert werden.
Die Unterlage ist eine Multiplexplatte, mit Siebdruck versehen. Solche Platten finden als Boden und Wände in kleinen Anhängern Verwendung.
Die Platte wurde auf 2 Böcke gelegt, um vernünftig arbeiten zu können.

Die aufgebockte Platte im Arbeits- und Bastelkeller
Danach wurde die Halbkugel mit einem M3-Gewinde und einer M3-Gewindestange versehen, um sie auf der Unterlage zu befestigen. Das sollte uns später das Entformen erleichtern.

Die mit einer M3-Gewindestange befestigte Kugel.
Anschließend wurde der Rand der Kugel, der eine leichte Fase besitzt, mit Modellbauknete versiegelt, um einen Radius zu erzeugen und zu verhindern, dass Harz in die Fase läuft und man die Kugel später nicht entformen kann. Hiernach wurde die Kugel mit Trennwachs eingerieben.

Die mit Trennwachs eingeriebene Kugel, auch die Platte wurde eingerieben.

Vorher sah sie schöner aus.....
Anschließend wurde die Kugel mit Folientrennmittel benetzt und überwaschen. Die Heizung lief auf höchster Stufe, um ein Trocknen des Mittels zu beschleunigen. Wenn das Mittel trocken ist, ähnelt es einer Frischhaltefolie.

Die "gewaschene" Kugel
In der Zwischenzeit schnitten wir Glasfasergewebe zurecht. Die Form sollte aus 4 Schichten Köpergewebe bestehen.
Köpergewebe lassen sich besser um Rundungen laminieren als andere Webarten. Verbrauch pro Kugel: Vier Quadratmeter.

Fertig zurechgeschnitten: Matten ca 100cm x 100cm (ungefähr)
Die Kugel war in der Zwischenzeit trocken.
Nun wurde die erste Schicht Harz und Härter aufgetragen. Das Gemisch wurde mit Glasfaserschnitzeln versehen und mit Thixotropiermittel eingedickt, damit es nicht herunterläuft.
Für die Antrocknung sorgen nun zusätzlich zwei Gebläselüfter mit je 2000W auf Vollast.

Die Kugel trocknet an, bei über 30 Grad im Schatten.....
Nachdem das Harz leicht angetrocknet war und die Matte nicht rutschen würde, wurde diese aufgesetzt und luftblasen- sowie faltenfrei um die Kugel herumlaminiert. Dabei war größte Sorgfalt nötig.

Die erste Matte sitzt, drei weitere folgen.
Das Spiel wiederholte sich mit weiteren Matten, die jeweils um 45° zum Vorgänger gedreht auflaminiert wurden.

Die zweite Schicht, oder war´s die Dritte? Egal, ab dieser Stufe sieht alles gleich aus.

Die vierte und letzte Schicht wurde aufgelegt und mit dem rechtlichen Harz getränkt.
Theoretisch hätte man die Kugel einen Tag später schon ausformen können, da dies jedoch unter Beteiligung aller
erfolgen soll, wird damit gewartet, bis alle wieder in der Eifel zusammenkommen können.