Selbstbau
Der "Kugelson", ein 12"-Kugeldobson aus Faserverbundwerkstoffen
"Hut ab, 30.04.2005 - Der Hut hat die entgültige Form bekommen
Das "Flugzeugtriebwerk", der abgetrennte Hut des Starfinder, beeindruckte durch seine Größe, und sein Gewicht.
Knapp 3,0kg waren es, laut einer relativ ungenauen Personenwaage.
Dass er so nicht bleiben konnte, war klar von vorneherein klar.
Diverse Vorschläge kamen beim letzten Besuch in der Eifel auf den Tisch:
1) Neuer Hut aus zwei Holzringen und Abstandshalter
Dieser Vorschlag hätte den Vorteil, dass man den Hut so hätte konstruieren können, wie man ihn braucht.
Der Nachteil wäre allerdings gewesen, dass man wieder zwei große Holzplatten hätte kaufen müssen, aus denen dann die Ringe
herausgeschnitten worden wären, mit entsprechendem Abfall.
Das war ein Kostenfaktor, und wurde erst einmal auf Eis gelegt.
2) Neuer Hut aus GfK mit Styrodurkern
Auch dieser Vorschlag hätte den Vorteil gehabt, dass man den Hut so hätte konstruieren können, wie man ihn braucht. Das Ergebnis wäre ein sehr leichter
Das wäre ebenfalls mit einigem Zeitaufwand verbunden gewesen, zudem ist es nicht ganz einfach, einen ringartigen Styrodurkern zu schneiden, der dann mit Matten umlaminiert wird.
3) Vorhandenen Hut radikal reduzieren
Diese Lösung wurde schließlich beschlossen.
Der Hut des Starfinders war vom Material her ideal, die Bohrungen von Fangspiegelspinne und Okularauszug saßen an den richtigen Stelle.
Der Ring sollte auf eine maximale Breite von 60mm gebracht werden, und für den Okularauszug sollte eine Art "Nase" stehen-
bleiben.
So sollte es sein.
Bereits gegen Mittag am 30.04.2005 wurde in Düsseldorf zuerst die Form des Hutes angezeichnet, und dann mit einer Eisensäge vorsichtig die GfK-Matte aufgetrennt.
Das war nötig, denn das eigentliche Sägen sollte mit einer Stichsäge und einem normalen Sägeblatt erfolgen, und beim Sägen von GfK gibt es kein Sägeblatt (ausser Diamantbesetzte), welches lange durchhält.
Nachdem fast überall (ausser an den Radien in der Nähe des Okularauszuges) die Matte durchtrennt war, konnte mit der Stichsäge der Hut zurecht gesägt werden.
Das klappte hervorragend, und das Ergebnis sieht aus, als wäre es mit einem Wasserstrahl geschnitten worden.

Auch wenn man es nicht sofort sieht: Nicht die Matten sind durchtrennt, sondern bereits der ganze Hut!

Ein sauberer Schnitt, mit drei Muttern werden die Teile für das Bild auf Abstand gehalten

Die "Nase" für den Okularauszug

Der von der Form her fertige Hut
Der Hut besitzt eine Masse von nur noch 590g, bereits inklusive Fangspiegelspinne.
Ursprünglich sollten in der Eifel die Trennflächen mit Epoxidharz versiegelt werden, aufgrund eines Kommunikationsfehlers und einem leichten Unfall (wie sich herausstellte, nichts allzu ernstes) in der Familie des Gastgebers, der nur einen sehr kurzen Besuch in der Eifel zur Folge hatte, wurde nur kurz eines der Teflonlager für die Kugel gedreht, und der Abend dann auch beendet.
Demnächst erfolgt dann die Versiegelung sowie ein abschliessender Schliff und Finish des Hutes.